Rene Wanner's Poster Page

News: James Bond poster exhibition in Essen (DE)
received from Museum Folkwang


Boris Grinsson James Bond 007 jagt Dr. No / Dr. No, 1963 Erstauffuehrung, Frankreich Sammlung Thomas Nixdorf © 1962 Danjaq LLC und United Artists Corporation. Alle Rechte vorbehalten. reserved.


Daniel J. Goozee Moonraker – streng geheim / Moonraker , 1979 Vorankuendigungsplakat, Erstauffuehrung, USA Sammlung Thomas Nixdorf © 1979 Danjaq LLC und United Artists Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


Keith Hamshere (Fotograf) Lizenz zum Toeten / Licence To Kill, 1989 Vorankuendigungsplakat, Erstauffuehrung, Deutschland © 1989 Danjaq LLC und United Artists Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

  Bond, ... James Bond
Filmplakate und Fotografien aus fuenfzig Jahren

German Poster Museum
from 10. November 2012 – 13. Januar 2013

Museum Folkwang
Museumsplatz 1, 45128 Essen, Germany

Opening Hours
Tue - Sun 10 am - 6 pm, Fri 10 am – 10.30 pm
Monday closed
Visitor Office Museumsplatz 1, 45128 Essen
info@museum-folkwang.essen.de


Das Deutsche Plakat Museum im Museum Folkwang zeigt anlaesslich des 50-jaehrigen James Bond-Filmjubilaeums in acht thematischen Kapiteln ca. 200 Plakate und Fotografien rund um den populaersten Geheimagenten der Welt. Die seit 1962 entstandenen James Bond-Filme – 2012 kommt der neue Film Skyfall in die Kinos – sind ueber die Jahre auch zu umfassenden kulturhistorischen Dokumenten und zu einem wichtigen Teil der Pop-Kultur geworden. Plakate und Fotografien reflektieren den filmisch entwickelten Wandel von Zukunftsvorstellungen und gesellschaftlichen Werten. Eine Besonderheit der Ausstellung sind zahlreiche Originalentwuerfe, darunter auch verworfene Plakatmotive, die bisher kaum zu sehen waren.

Der Gentleman
Geheimagent 007 ist ein smarter und weltmaennischer Typ, legt wert auf gute Kleidung und gute Manieren, kennt sich im Reich der Genuesse aus. Jahrgaenge und Marken von Wein erkennt er am Geschmack, Champagner ist er nicht abgeneigt, die eine oder andere Zigarre hat er auch schon geraucht. Er ist sicher auf diplomatischem Parkett und belesen, was Dinge seines Jobs angeht – so war dies jedenfalls bis Daniel Craig zu 007 wurde. Alles ist etwas groeber, aus dem englischen Gentleman mit selbstironischem Einschlag ist ein Raufbold geworden, den man ernst nehmen soll – ein anderer Typ mit neuem Image, der eher fuer ein Bier zu haben ist als fuer einen geschuettelten Martini. Ob der Imagewechsel ein neues Publikum anzulocken vermag ohne das alte auf Dauer zu verlieren wird man beobachten koennen. (Vgl. Quantum of Solace, 2008)

Die Gegenspieler
Was waere Bond ohne seine Gegenspieler. Die Weltherrschaft muss es aber schon sein um die es geht, sonst braeuchte man ja James Bond nicht. Zunaechst wird das Feindbild des kalten Kriegs bedient, mit dem politischen Ende des Sozialismus fielen die „natuerlichen“ Feinde weg, neue mussten her. Die Schurken werden nun in anderen Bereichen wie den Medien oder unter den Rohstofffoerderern ausgemacht. (Vgl. Tutti Contro James Bond, 1971)

Architektur
Bonds Gegenspieler haben sich zumeist – einer mittelalterlichen Festung gleich – Raeume geschaffen, aus denen heraus sie operieren und die nach einem vermeintlichen Sieg auch die Schaltzentrale fuer die angestrebte Weltherrschaft werden sollen. Diese Raeume sind in der Regel ueberdimensioniert, gigantisch und raffiniert. Eine Unterwasserstadt, ein Riesentanker, eine Raumstation, alles ist moeglich. Und doch, all diese aufwendigen Architekturen gehen – dank Bonds eingreifen – im Showdown in Schutt und Asche und beenden ein fuer allemal den Traum des Schurken von der Weltherrschaft – jedenfalls bis zum naechsten Film. (Vgl. It's the Biggest. It's the Best. It's Bond, 1977)

Technik
Bond kann gegen seine gut vorbereiteten und hochgeruesteten Gegner nur bestehen, wenn seine Ausstattung noch besser funktioniert und perfekt beherrscht wird. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, physikalische Gesetze werden auch schon mal umgedeutet, Energie steht scheinbar grenzenlos zur Verfuegung. Hier beruehrt Bond das Reich der Science Fiction Filme. Immer aber sind es auch „Science Facts“ die zum Einsatz kommen wie bei dem Film Moonraker (1979), hier flogen die Spaceshuttle schon munter herum, starteten aber erstmalig im Jahre 1981. (Outer space now belongs to 007, Moonraker, 1979)

Gewalt
Naturgemaess verlaufen die Auseinandersetzungen zwischen „Gut und Boese“ nicht gewaltfrei ab. Gewalt wirkt auf Bond ein, er uebt Gewalt aus gegen seine Feinde. Die Variationsbereite deckt alle erdenklichen Formen von Gewalt ab, sie richtet sich gegen Menschen ebenso wie gegen Dinge und dies in aller Regel auf aeusserst spektakulaere Weise, oftmals derart uebertrieben, dass die eigentliche Grausamkeit ihren Schrecken durch Selbstironie verliert. (Vgl. There is no Substitude 007, 1995)

Erotik
Die Art, wie sich die Idee von Erotik im Film ueber fuenfzig Jahre veraendert hat ist erstaunlich. Zunaechst erliegen alle Frauen dem Charme von Bond, scheinbar ganz automatisch, spaeter werden sie selbststaendiger und selbstbewusster und erst im Laufe der Geschichte wird Erotik zu einem Faktor der Handlung, wobei Bond nicht immer Herr der Lage ist. (Vgl. Sean Connery es James Bond, Solo se Vive Dos Veges, 1967)

 
Robert Brownjohn (Design) Goldfinger / Goldfinger, 1964 Erstauffuehrung; Motiv A, Grossbritanien © 1964 Danjaq LLC und United Artists Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


Keith Hamshere (Fotograf) Randi Braun (Art Director) Der MORGEN stirbt nie / Tomorrow Never Dies,1997 Vorankuendigungsplakat, Erstauffuehrung, USA Sammlung Thomas Nixdorf © 1997 Danjaq LLC und United Artists Corporation. Alle Rechte vorbehalten.




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